Laufende Projekte

Recht im Kontext - Berliner Forschungsverbund zur Rechtskultur

Der Berliner Forschungsverbund Recht im Kontext (gefördert durch den Berliner Senat seit Okt. 2009) hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Recht neu im Kontext seiner Nachbardisziplinen zu verorten und es, aus einer genuin juristischen Perspektive, mit den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften ins Gespräch zu bringen. Dabei ist es mit deren jeweiligem disziplinärem Rechtsverständnis zu konfrontieren. Getragen wird der Verbund von einer Forschergruppe, deren Mitglieder ein gemeinsames Interesse an juristischem Kontextwissen verbindet, in dem sie allesamt ausgewiesen sind. Sie repräsentieren ganz verschiedene Zugänge zu Fragen des Rechts: von der rechts-wissenschaftlichen Genderforschung über den Rechtsvergleich in verschiedenen Rechtsgebieten, über Law & Literature und kritische Annäherungen an das internationale Recht bis hin zu den Verwaltungs-wissenschaften, zur Transitional Justice, zum Recht der Entwicklungs-zusammenarbeit und zu klassischen Fragen der Rechtsphilosophie.

Zu den Instrumenten, derer sich der Verbund bedienen will, gehört im Kern die Modifikation von Forschungsfragen im interdisziplinären Gespräch, sei es in lokalen, nationalen, transnationalen oder transregionalen Vernetzungen. Als ein tragendes Strukturelement dieses institutionell zu verfestigenden Gesprächszusammenhangs ist die Gestaltung eines Programms für Stipendiatinnen und Stipendiaten in der frühen Phase ihrer wissenschaftlichen Laufbahn geplant, die jeweils ein akademisches Jahr in Berlin verbringen (ausführliche Informationen dazu unter www.rechtskulturen.de). Das Projekt ist am Wissenschaftskolleg zu Berlin verortet.

Transatlantic Research on Gender Equity Training (TARGET): Restructuring of Modern Knowledge Economies and Management

TARGET focuses on the role of gender expertise in gender equity and organizational change. TARGET studies how organizations and governments "mainstream" gender equity concerns into (international) policy, particularly with regard to the transformation of feminist knowledge into "gender expertise" in a variety of policy fields. This new project is collaborative theoretical work on how gender is taken differently into account in the restructuring of modern knowledge economies and management in three nested ares: in gender studies as a field of study; in universitites as research organizations; and in the competitive environment of academic normsetting for "excellence". In cooperation with Paula-Irene Villa (University of Munich), Myra Mary Ferree (University of Wisconsin at Madision USA), Kathrin Zippel (Northeastern University Bosten USA).

Forum Transregionale Studien

Prof. Baer ist Mitglied im Forum Transregionale Studien. Das Forum Transregionale Studien (Forum) wurde auf der Grundlage der Empfehlungen des Wissenschaftsrats zu den Regionalstudien und der Berliner Wissenschaftskommission zur Gründung eines Forums für Transregionale Studien am 16.10.2009 gegründet. Das Forum soll Forschungen in Berlin fördern, die systematische und regionenspezifische Fragestellungen verbinden und in transregionaler Sicht verfolgen. Es wird von einer Reihe von Forschungseinrichtungen und -verbünden getragen. Seit dem 1. November 2009 wird das Forum in einer Vorlaufphase bis zum 31. Dezember 2010 von der Senatsverwaltung des Landes Berlin gefördert. In seiner Aufbauphase ist die Geschäftstelle des Forums Transregionale Studien am Wissenschaftskolleg zu Berlin angesiedelt. 

Kooperationsprojekt mit der Landesstelle für Gleichbehandlung - gegen Diskriminierung Berlin

Ist ein Muttersprachenverbot in Schulen außerhalb des Unterrichts zulässig? Sind Altersgrenzen bei Studienrabatten gerechtfertigt? Wann ist der Ausschluss von der Blutspende eine Diskriminierung i.S.d. AGG? Solche Fragestellungen zu konkreten Problemlagen aus der Beratungspraxis der Berliner Beratungseinrichtungen und Ansprechstellen im Anti- diskriminierungsbereich beantwortet der Lehrstuhl von Prof. Dr. Susanne Baer, LL.M. im Auftrag von und in Kooperation mit der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung Berlin (LADS) seit dem Jahr 2008. Die Fragestellungen werfen ein breites Spektrum anti- diskriminierungsrechtlicher Grundsatzfragen auf und werden grundsätzlich in Form von rechtlichen Facheinschätzungen beantwortet. Ziel der Facheinschätzungen ist es, die rechtliche Dimension in der Beratungsarbeit zu Diskriminierung zu stärken und für Beratende Akteurinnen und Akteure, Ratsuchende und andere Interessierte relevante und praxisnahe Informationen bereitzustellen.  Eine veröffentlichte Auswahl der rechtlichen Facheinschätzungen finden Sie hier (http://www.berlin.de/lb/ads/agg/expertisen/index.html)

Graduiertenkolleg Verfassung jenseits des Staates? Von der europäischen zur globalen Rechtsgemeinschaft?

Prof. Dr. Baer ist am Graduiertenkolleg zum europäischen und international vergleichenden Verfassungsrecht beteiligt. Weitere Informationen finden Sie hier.

Casebook Comparative Constitutionalism 2004 und 2010

mit Normen Dorsen, Michel Rosenfeld, András Sajó, Comparative Constitutionalism. Cases and Materials, 2nd edition, St. Paul 2010, Thomson/West.

West Publishing, American Casebook Series, 2004 und 2010
Norman Dorsen, New York University (USA); Michel Rosenfeld, Cardozo Law School (USA); Andras Sajo, CEU, Budapest (Ungarn); Susanne Baer, Humboldt Universität (Deutschland)

Das "Casebook" (in englischer Sprache) sammelt und diskutiert verfassungsgerichtliche Entscheidungen aus aller Welt zu ausgewählten Themen des Staatsorgansiationsrechts und der Grundrechte. Prof. Baer hat darin die Kapitel zu "Menschenwürde, Selbstbestimmung und individueller Freiheit" und zu "politischen Rechten" - von der Versammlungsfreiheit bis zur Parteienfinanzierung - bearbeitet.

Linksammlung

Das "Wissensnetz Gender Mainstreaming" enthält Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Prozess der Implementierung von Gender Mainstreaming innerhalb der Bundesregierung sowie aus internationalen Prozessen. Das Wissensnetz ist konzipiert als ein praxisnaher und anwendungsorientierter Wissenspool, der einen Überblick über zentrale Aspekte der Umsetzung der Strategie des Gender Mainstreaming enthält.

Den Abschlussbericht: Implementierung von Gender Mainstreaming innerhalb der Bundesregierung finden Sie hier.

Rückblick, Bestandsaufnahme und Kickoff - Die Fachkonferenz "Wissensnetz und Pilotprojekte" in Berlin.

Informationen zu Pilotprojekten der Bundesregierung im Bereich Gender Mainstreaming finden Sie hier.
by Administrator last modified 2012-02-13 20:33